Einige Best-Practice Beispiele

Wir wollen sofort bewegen, nicht rätseln. Deshalb sind wir auf der Suche nach den erfolgreichen Umsetzern; nicht den Avantgardisten, die die besten ZUKUNFTS-Ideen haben. Uns geht es vielmehr darum, was heute bereits geht und sich in der professionellen Veränderung von Prozessen, Ausbildung oder Versorgungspfaden bewährt hat. Letztlich soll der Deutsche CHANGE Award dazu motivieren, unsichere Phasen der Veränderung mit dem Blick auf bewährte Best Practice mutig anzugehen.

Neben einzelnen Themen aus beispielsweise Medizin, Pflege und Personalmanagement ist der CHANGE Prozess für sich selbst ebenso wichtig. Zielgerichtete Kommunikation, Unterstützung durch Führungskräfte, Mitarbeiter aber auch durch den Träger sind die Garanten für eine nachhaltige Veränderung. Mit diesem Anspruch sollen übereilte Projekte, die in der Belegschaft keine breit aufgesetzte Akzeptanz haben, zurück gestellt werden. Wir suchen nach kopierbaren Erfolgen, die letztlich und unbedingt nach Umsetzung klar Sicherheit in der Organisation (Nachhaltigkeit) herbeiführen.

Zur Anregung wollen wir Ihnen verschiedene Einreichungen aus dem Jahr 2017 und 2018 geben (Nominierte). Erfolgreiche Projekte, die umfassende Veränderungsprozesse innerhalb der Einrichtungen mit sich gebracht haben und letztlich erheblich in den Patientennutzen „eingezahlt“ haben.

Bitte achten Sie darauf, dass die Textlänge Ihrer Bewerbung in 2019 den Bewerbungskriterien entspricht. Eine Überschreitung kann zum Ausschluss Ihrer Bewerbung führen.

 

Deutscher CHANGE Award 2018

Projekt: Teamboards an den Kliniken Südostbayern (KSOB) – Gewinner 2018

Projektkrankenhaus: alle Kliniken der Gruppe KSOB

Im Zuge einer Sanierungsphase in wirtschaftlich angespannter Ausgangslage hat die Kliniken Südostbayern AG (KSOB) eine Lean Management-Strategie entwickelt, welche die Bedürfnisse des Patienten in den Fokus setzt und gleichzeitig die Produktivität steigert.

Zentraler Bestandteil im Rahmen der Umsetzung des Lean Management-Ansatzes war dabei das Teamboard als zentrales Steuerungsinstrument auf jeder Station. Das Board hat in den einzelnen Leistungsbereichen die Funktion eines Steuerrads mit einem hinterlegten Koordinatensystem, damit die Beschäftigten täglich auf gemeinsame Ziele der Patientenversorgung ausgerichtet werden und den Weg bis zur Zielerreichung miteinander abstimmen können. Die Standardisierung von zyklischen Arbeitsleistungen sollte neben der Sicherstellung von Qualitätsfaktoren und bei gleichzeitiger Minimierung von Risiken auch dazu beitragen, die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter zu reduzieren.

Dateien:
Teamboards an den Kliniken Südostbayern (KSOB)
Datum 2018-11-15 Dateigröße 153.82 KB Download 46 Download

Sehen Sie sich hier das Interview mit Dr. Stefan Peach, Medizinischer Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg an.

Außerdem: Felix Dorn, BQS Institut, im Interview mit Cord Meyer, Geschäftsführer der REDCOM Group und Jury Mitglied, über das Gewinnerprojekt der Kliniken Südostbayern AG des Deutschen CHANGE Award 2018 auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg.

 

Projekt: Aufbau eines Zentrums für Patienten mit Querschnittlähmung – Nominiert 2018

Projektkrankenhaus: Krankenhaus Rummelsberg (Mitglied der Sana Gruppe)

Das Krankenhaus Rummelsberg verfügte vor Einführung des Querschnittzentrums Rummelsberg (QZR) bereits über chefärztlich geführte Abteilungen (u.a.) für Wirbelsäulenchirurgie, Neurologie, Neuroorthopädie, Intensivmedizin und Traumatologie. Diese Abteilungen sollten wichtige Schnittstellen zum zukünftigen Zentrum, in Teilen sogar Bestandteil des QZR sein. Die jeweils verantwortlichen Chefärzte waren daher die Keimzelle für die konzeptionellen Überlegungen für das neue Zentrum und wurden als erste in die Planung der Geschäftsführung, das 28. Zentrum für Querschnittgelähmte in Deutschland zu gründen, einbezogen. Die Chefärzte konsentierten, dass der Chefarzt für Wirbelsäulenchirurgie der „Business Angel“ für das „Start-Up“ Querschnittzentrum wurde. Diese Entscheidung fußte auf der Erkenntnis, dass der Aufbau einer neuen medizinischen Abteilung durch einen verantwortlichen Arzt getragen, unterstützt und (gegen Interessen anderer leitender Ärzte) geschützt werden muss.

Das grundlegende Behandlungskonzept des QZR ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller am Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen: Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter, Orthopädietechniker.

Sehen Sie sich hier das Interview mit Sebastian Holm, Regionalgeschäftsführer Bayern Süd (Sana Kliniken AG), auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg an.

 

Projekt: Führungsgrundsätze und –kultur am Klinikum Fürth im Zeichen von Positive Leadership – Nominiert 2018

Projektkrankenhaus: Klinikum Fürth

Es ist die Führung, die Mitarbeiter und Organisation immer wieder miteinander in Verbindung bringt. Aus diesem Grund wurde im Februar 2016 das Projekt "Führungsgrundsätze und -kultur am Klinikum Fürth im Zeichen von Positive Leadership" als Teil eines Personal- und Organisationsentwicklungsprozesses gestartet, das unter den Führungskräften aller Berufsgruppen ein gemeinsames Verständnis dafür schafft, wie Führung am Klinikum Fürth verstanden und gelebt wird.

Die Führungsgrundsätze stehen dabei eng in Zusammenhang mit der Vision des Klinikums und den Leitsätzen, die den Mitarbeitern im Umgang mit Patienten, Kollegen und Angehörigen Orientierung im täglichen Handeln geben und bereits 2014 in einem hoch partizipativen Prozess unter Beteiligung von Vertretern der großen Berufsgruppen am Klinikum entwickelt wurden.

Sehen Sie sich hier das Interview mit Dr. Manfred Wagner, Medizinischer Direktor des Klinikum Fürth, auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg an.

 

Deutscher CHANGE Award 2017

Projekt: Der Mitarbeiter im Mittelpunkt der Flexibilisierung (Flex-Pool) – Gewinner 2017

Projektkrankenhaus: Städtische Kliniken, Lukaskrankenhaus Neuss

Flexibilisierung der Arbeitszeiten und Arbeitsverträge unter Einbeziehung der Mitarbeiter (Hohe Ausrichtung auf familienfreundliche Organisationsformen). Bildung eines Flex-Pools. Hoher Grad der fachlichen Professionalisierung. Verbesserung der digitalen Instrumente zur Kommunikation mit den Mitarbeitern und dem Arbeitsmarkt. Positiver Effekt: Senkung des Fremdpersonals sowie Halten und Gewinnung neuer Fachkräfte.


Projekt: Eine Integrierte Leistungseinheit für endokrine Erkrankungen (Integrated Prozess Unit – IPU) Nominiert 2017

Projektkrankenhaus: Diakonie Klinikum Stuttgart, Endokrines Zentrum Stuttgart

Aufbau einer berufsübergreifenden (bei Überwindung kultureller berufsgruppenbezogener Widerstände), integrierenden Leistungseinheit für Endokrine Medizin ( Diagnostik, Therapie in Verbindung zu Technik und Prozessen) in Vernetzung zu ambulanten Schwerpunktpraxen für Nuklearmedizin und Endokrinologie.  Werte-orientierten Reorganisation der Leistungserbringung mit longitudinaler Messung der Behandlungsergebnisse über die Sektorengrenzen hinweg (Outcome Research Unit).


Projekt: One Stop Management in Stroke (Ein Stop Strategie beim Schlaganfall) Nominiert 2017

Projektkrankenhaus: Universitätsmedizin Göttingen,  Institut für Diagnostische und interventionelle Neuroradiologie

Signifikante Verkürzung der Behandlungszeiten unter anderem durch Standardisierung der Untersuchungs- und Arbeitsabläufe auf der Notaufnahme und des Transportes bis zur neuroradiologischen Bildgebung sowie durch Abänderung der Bildgebungsprotokolle mit zeitlichem Einsparpotential mit Durchführung der CT Bildgebung durch die Angiolraphieanlage (sog. FDCT). Nachweisliche Steigerung des Patientenoutcome. Absenken der Arbeitsbelastung der involvierten Mitarbeiter durch Prozessverbesserung.



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